Heute war ein bisschen ein verrückter Tag. Irgendwie hab ich es nicht geschafft alles so zu erledigen dass ich keinen Stress hatte. Also musste ich mich entscheiden was ich wirklich machen wollte. Somit sind dann zwei, drei Arbeiten von mir auf nächste Woche verschoben worden wenn ich in der Schweiz bin. Zum Glück geht das mit einem Notebook und dem Internet sonst hätte ich noch ne Nachtschicht einschieben müssen.
Wenn Ihr jetzt denkt dass ich ja jetzt für alles genügend Zeit hätte irrt Ihr. Genau heute als ich noch zum Friseur fur hatte ich noch einen Platten beim Moto. Natürlich weit und breit keine Gomeria. Also war schieben angesagt. Nach einem Kilometer traffen Luz und ich auf einen Paraguayer mit seinem Dreirad-Moto. Diesen fragten wir dann ob er uns zur Gomeria fahren kann was er sofort in die Tat umsetzte. Klasse.

Die Rep dauerte ca. 30 Minuten dann gings weiter. Zum Glück verlief dann der Rest des Tages planmässig.

Erinnert Ihr Euch noch an das Foto der Bananenblüten vom 8.8.2011? In der Zwischenzeit sind bereits Bananen daraus geworden. Zwischen den Bananen gibt es auch noch kleine Ananas. Hoffe, wenn ich zurück bin, dass ich dann von den reifen Früchten probieren kann.

Edgar
25.08.11

Umzugsdebakel

Am heutigen Donnerstag begann der Tag mit freundlichem Sonnenschein. Also ideal um die restlichen Möbel von Luz in ihr neu gemietetes Haus zu transportieren. Letzte Woche haben wir, mit freundlicher Unterstützung von Freunden, bereits 2 Autoladungen voll gezügelt. Beim dritten geplanten Anlauf ging dies jedoch schief weil die Besitzerin des "alten" Mietshauses es vorzog wegzugehen und das Zufahrtstor abzuschliessen.

Für heute haben wir aber ne Zusage dass das Tor offen sei und kein Auto in der Einfahrt stehen würde. So sonnig wie der Tag anfing so hinterhältig ging er weiter. Kurz bevor wir losfahren wollten telefonierte die Hausbesitzerin der Luz und teilte ihr mit dass sie jetzt zum Arbeiten nach Asuncion müsse und sie das Tor nicht aufschliessen könne ohne dabei zu sein. :crazy:
Ich hab das gelassen genommen und einfach ne Eisensäge eingepackt, man weiss ja nie!
Dort angekommen war nicht nur das Tor verschlossen sondern es stand auch noch ein Auto in der Einfahrt hinter dem Tor.
Luz hat das Gartentörchen zum Haus aufgeschlossen und ich hab kurzerhand den Stacheldrahtzaun daneben fachmännisch aufgemacht so dass wir die Sachen raustragen konnten. Als wir nach dem Mittagessen wieder hinfuhren um die restlichen Möbel zu holen war die Besitzerin wieder aus Asuncion zurück und regte sich stark auf weil wir es gewagt haben die Möbel aufzuladen ohne dass sie dabei zusehen konnte. Sie wollte Luz zusammenscheissen und weigerte sich weiterhin das Tor aufzumachen. Das Auto war in der Ziwschenzeit weg. Also hab ich halt ein zweites mal den Zaun aufgemacht um die restlichen Möbel rauszutragen. Ich hab diese "alte Meckerziege" einfach ignoriert. Daraufhin hat Sie die Polizei gerufen, was mich aber nicht beeindruckte. Ich glaubte nicht wirklich daran dass deswegen die Polizei kommt.

Tatsächlich die Polizei kam nach ca. 1h. Wir haben gerade die letzten Sachen verstaut als sie zu 3. in einem Auto kamen. Ich hab freundlich gegrüsst und weitergearbeitet. Den Zaun wieder verschlossen und die Hausbesitzerin aufgefordert einen Beleg für die letzte bezahlte Miete auszustellen. Was diese nur wiederwillig machte.
Der eine Polizist hat wirklich ein Protokoll geschrieben und fragte mich beiläufig ob ich auch eine Cedula habe. Ich zeigte sie ihm und erklärte ihm dass ich Luz, der Hausmieterin geholfen habe die Sachen zu transportieren. Dies wurde zu Protokoll genommen und mir den Ausweis zurückgegeben.
Als die Polizei dann wieder ging meinte der eine zu mir dass es "no male" sei. Also nichts zu befürchten sei. Leider hatte ich keine Kamera dabei um ein Foto zu machen. Schade das wäre eine schöne Erinnerung. ;)

Edgar
18.08.11

Stau in Caacupe

Heute als ich von einer Kundin auf dem Heimweg war kam ich anfangs Caacupe in einen extremen Stau. Auf beiden Spuren der Ruta 2 standen Autos und Lastwagen. Das hab ich noch nie hier erlebt.
Mit meinem Roller schlängelte ich mich in der Mitte durch bis ich beim Grund des Staus ankam.
Ein Lastwagen hatte eine Panne, dümmer konnte diese nicht sein. Genau beim Spurwechsel versagte sein Motor und blieb stehen. :crazy: Das Riesenmonster konnte man auch nicht einfach abschleppen, er war einfach zu gross und zu schwer für die verfügbaren Abschleppfahrzeuge.

Also versuchte der Fahrer das Ding wieder in Gang zu bringen. Wie lang das gedauert hat weiss ich nicht, ich hatte nicht so viel Geduld dies abzuwarten.

Heute geniessen wir bei schönstem Wetter den herrlichen Blütenteppich beim Frühstück.

Gestern waren wir hier in Caacupe im Konzert von dem Weltorchester "Sonidos de la Tierra". Es war sennsationell. Die vielen Musiker spielten herrvorragende Stücke. Nebst "normaler" klassischer Musik, wurden auch Stücke von Argentinien, Brasilien, Chile, Columbien, Deutschland, Equador und Paraguay gespielt.

Ganz speziell war die Einlage mit einem Alphorn und zwei Bläsern. Diese spielten die Instrumente fast perfekt. Ein wahrer Genuss war die Kombination des Alphorns und einem Jazzstück des Orchesters. In dieser Art hab ich das vorher noch nie gehört.

Bei der klassisch paraguayischen Musik mit einer Harfe störte die etwas zu starke Verstärkung der Harve via Mikrophon den herrlichen Klang. Das Orchester war deswegen etwas zu leise.

Am Schluss wurde die Bühne buchstäblich gesprengt. Musiker aus Caacupe und Schüler von Caacupe ergänzten das Orchester. Auch das Publikum wurde aufgefordert kräftig im Takt mitzumachen, was fast alle auch taten. Man spürte die Freude der Musizierenden und auch die vom Publikum. Ein wirklich herrliches Konzert das für jeden kostenlos war.

Eine kleine Episode der paraguaischen Organisation muss ich Euch noch erzählen. Das Konzert wurde ursprünglich auf 20:00 Uhr geplant. 3 Tage vor dem Konzert bekam ich ein E-Mail dass es auf 19:00 Uhr vorverlegt wurde. Warum das so geändert wurde ist ganz einfach. Der Drucker der Plakate druckte hat anstatt 20:00 Uhr 19:00 Uhr geschrieben und falsch gedruckt.
Jeder normale Ablauf würde vom Drucker verlangen dass er seinen Fehler korrigiert, hier nicht, da wird halt kuzerhand die Anfangszeit vorverlegt. ;) Tranquilo

Edgar Tibolla
08.08.11

Lapatchotee ... die Probe ..

Da es in der Zwischenzeit wieder über 35 Grad hat komm ich sogar beim schreiben ins Schwitzen. :p

Dieses warme Wetter treibt die Pflanzen enorm an. Die Bananenblüten sahen vor wenigen Tagen noch braun und verfroren aus jetzt treiben schon wieder die ersten Blüten.

Zurück zu meinem Selbstversuch. Luz, mein "Kräuterhäxli", hat mir erzählt dass man den Lapachotee auch aus den Blüten machen kann.

Diser Tee sei in der Wirkung 'mas lento', alo etwas langsamer als der Tee aus der Rinde. Oder anders ausgedrückt die Kur geht 8 oder 6 Wochen anstelle von 4 Wochen. Dafür schmeckt der Tee ... das kommt erst später ;).

Als erstes haben wir etwas Rinde vom Baum rausgeschnitten. Vorher muss die Oberflächenrinde weggekratzt werden so dass nur der innere Teil der Rinde gewonnen wird. Nicht viel da ich ja nur probieren will und keine Kur mache.

Auch wenn man den Baum schält geht er nicht ein wie andere Bäume. Die Rinde wächst innerhalb eines Jahres nach sofern man nicht übertreibt.

Da wir das ganze von Hand machen sehn unser Rindenschnipsel anders aus als die der professionellen Anbieter.

Der Tee selbst sieht dann so aus.

Jetzt muss ich wohl das Zeugs trinken :-/

Als erstes den Lapatcho-Rindentee.
hmmmm schmeckt etwas bitter aber eigentlich gar nicht schleckt. Ich kann es nicht wirklich vergleichen da ich ja sonst nie Tee trinke.

Jetzt den Blütentee, der schmeckt sogar leicht süsslich obwohl diese beiden kein Zucker drin haben. Also Natur pur. Den Lapatchotee aus den Blüten schmeckt mir sogar. Ist wirklich bekömmlich, so wie ich das empfinde.

Meine Meinung deckt sich auch mit der von Maegi und Martin die ich mehr oder weniger gezwungen habe zu probieren ;). Ist ja schliesslich ihr Baum den ich da angebohrt habe.

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Dieses Auswanderer Tagebuch nach Paraguay (Südamerika) erzählt einzelne Episoden aus dem neuen Leben ab Oktober 2008 von Edgar Tibolla in einer anderen Welt.

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