Am 30.6.2016 haben mich stephan und Monika zum Flughafen gebracht. Früh genug, so gegen Mittag, sind wir am Airport Asuncion angekommen. Eingecheckt habe ich schnell und unkompliziert.
Was jetzt kommt ist warten bis zum Abflug. Hab mir die Zeit noch mit Empanada essen vertrieben. Als ich durch den Zoll ging musste ich noch so ein komisches Formular ausfüllen. Für was das gut ist ... keine Ahnung ... ausser dass da wieder einige Bürokraten Arbeit haben. OK früher musste man vor jeder Ausreise aus PY ein Antrag stellen bei der Emigration. Fehlte das dort ausgestellte Formular durfte man das Land nicht verlassen. Irgendwann vor 5 oder 6 Jahre wurde dies dann ersatzlos gestrichen. Die Ausreise konnte man dann ohne Formular antreten. Jetzt gibt es wieder so ein blödes Formular, vermutlich wegen der US Regierung die haben auch so was. Wenigstens muss man das nicht mehr vorher beantragen.

Die erste Etappe von Asuncion nach Sao Paulo erfolgte planmässig. Mein Sitzplatz am Fenster habe ich einem jungen Menoiten Mädchen, ca. 4 Jahre, aus dem Chaco abgetreten. Es war ihr erster Flug mit der Familie. Für Mutter, die Schwester war das ebenso der Erstflug. Der Vater, flog schon mal vor 18 Jahren. Alle haben die Reise gut überstanden und freuten sich auf ihren Weiterflug nach Frankfurt. Dort sind 3 Wochen Ferien angesagt bei Freunden.

Ihr Flug ging pünktlich weg und mein Weiterflug wurde mehrmals verschoben, dann das Boarding aufgerufen aber zum Boarding kam es nicht. Eine erneute Verschiebung folgte. Der Grund dafür war nicht genau bekannt. Technical issue was das auch immer heisst. Um 2:00 Uhr morgens kam dann die Hiobsbotschaft. Der Flug ist abgesagt. Also ab zum Koffer abholen und weiter mit Bussen zum Hotel.

Die Fahrt innerhalb von Sao Paulo dauerte ca. 1 Stunde. Das Hotel, ein Mittelkalssehotel Bunker mit 24 Stockwerken. Mein Zimmer war im 18. Stock.


Gegen 4 Uhr morgens konnte ich mich endlich hinlegen und etwas schlafen. Nach kurzen 4 Stunden gings zum Frühstück.
Gegen 9 Uhr wurden wir wieder mit Bussen abgeholt. Ich weiss nicht genau wie viele Busse unterwegs waren aber so 4-5 waren es sicher für die ca. 300 Personen die davon betroffen sind.
Als ich rauskam und wieder auf den Bus warten musste zeigte ein Strassenkünstler seine Feuerkust.

Am Sao Paulo Airpot angekommen heisst es wieder einchecken und dann ab zum Gate. Mit dem Einchecken war ich um 11:30 fertig.

Gemäss Flugplan war dann aber schon last call für das Boarding. Abflug war auf 12:30 geplant, geflogen sind wir dann etwas mehr als eine Stunde später.

Das Bild zeigt Sao Paulo bei Tag. Ein riesen Gebiet, für mich keine schöne Stadt.

In Madrid angekommen lief alles normal ab. Warten war angesagt bis es weitergeht nach Zürich. Während dem Flug habe ich noch einen Kaffee bestellt. 2.50 Euro wollte der Stuard dafür.

Ich war so perplex dass ich bezahlt habe. In Zürich angekommen gings zum Koffer abholen. Ich sass und sass und mein Koffer schien einfach nicht dabei zu sein. Na ja für mich nicht besonders tragisch. Bis jetzt ist noch jeder Koffer irgendwann angekommen. Beim genaueren hinsehen fand ich meinen Koffer dennoch auf dem Laufband. Die Schutzfolie die ich in Asuncion umwickeln lies fehlte aber. Kurz reingeschaut ... scheint alles da zu sein. Ich weiss auch warum die Folie fehlte und der Koffer durchsucht wurde. Habe mehrere Flaschen flüssiges Stevia Konzentrat gekauft und mitgenommen. da hat wohl die Security gemeint es sei Sprengstoff. Egal, ich und mein Koffer haben die sehr lange Reise überstanden.
Also ab zum Mittagessen. Cordon Bleu mit gemischtem Salat.

Das Teil ist so gross dass ich garantiert kein Abendessen brauche.
Bin jetzt zwar erkältet und huste wie ein alter Dampfkessel. Das geht aber auch vorbei.

Edgar
23.06.16

Mittagessen mit Ausblick

Heute glustete mich es wieder mal auf chinesisches Essen. Da das Wetter einigermassen OK war konnte man sogar auf der Terasse essen. Was sich da alles bot auf der Strasse war eine Bereicherung.


Erst lief eine Kuhherde mitten durch die Stadt und das auch noch ohne dass jemand dazu schaute. Die Kühe wussten genau wo sie hin wollten und liessen sich auch nicht davon abhalten. Hie und da ein Blümchen verzehrt und weiter gehts.


Kurz danach kam ein Frischfleisch und Fisch Verkäufer die Strasse lang. Sieht nicht so lecker aus wie mein Essen war.
Danach ging ich noch etwas einkaufen und hab da Barillia Sugu und Co. gesehen. Für satte 25600.- Guarani was ca. $ 4.70 sind. Das ist ein Horrorpreis gegenüber Europa. Na ja ich brauch so was nicht.

Edgar
20.06.16

Strasse gesperrt

Heute war ich unterwegs zu einem Kunden in San Bernadino. Ich fuhr ganz gemütlich mit etwa 80km/h als plötzlich so ein komisches Band mir den Weg versperrt. Also runterschalten und flugs ein Foto gemacht.

Danach die Gegenfahrbahn benutzt und weiter gings zum Kunden.

Edgar
17.06.16

Grosser Service

Mein Roller hat bereits 9200km hinter sich gebracht. Durch die schlechten Strassen nicht gerade einfach für das Teil.
Na ja er hat mich bis jetzt noch nie im Stich gelassen und immer wieder heim getragen.
Jetzt ist einiges fällig. Kette, Ritzel, Kranz, Schutzblech, Auspuff gerissen, Getriebedichtung tropf, Kupplung schleift ab und zu und das wichtigste, smile, das Körbchen vorne muss ersetzt werden.

All dies hat ca. 42 Dollar gekostet. Das Körbchen wurde nicht ersetzt sondern repariert, smile.
Am anderen Tag nachdem ich den Roller abholte fiel noch die Fernbedienung aus. Also wieder hin. Der Chef hat es schnell repariert und nichts dafür verlangt obwohl das mit der vorherigen Reparatur nichts zu tun hatte.

Edgar
12.06.16

Mini Oldtimer

Habe in einem Warenhaus jede Menge Oldtimer und auch neuere Autos gesehen. Nicht für Erwachsene sondern für Kinder. Antrieb ist ein Elektromotor der maximal 15km/h fährt. Die Kosten je nach Version und Marke liegen zwischen 1,3 und 2,5 Millionen Guarani. Also mindestens einen Monatslohn von einem einfachen Arbeiter. Ich finde das ist verrückt.

Der Buick vorne rechts kostet 1,6 Millionen Guarani was in etwas 290 US-Dollar entspricht

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Dieses Auswanderer Tagebuch nach Paraguay (Südamerika) erzählt einzelne Episoden aus dem neuen Leben ab Oktober 2008 von Edgar Tibolla in einer anderen Welt.

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